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Nachrichten

Eine Neuinterpretation des Zauberlehrlings durch die Theater AG der EGS

Die acht Spielerinnen der Theater AG der 6. Klasse der Ernst-Göbel-Schule Höchst haben mit einer gehörigen Portion Mut am Donnerstagabend Goethes „Zauberlehrling“ umgekrempelt. Herausgekommen ist eine spritzige, freche Neuinterpretation, die mit Wasserpistolen aufs Publikum und mit dem Stück auf ein zentrales gesellschaftliches Problem zielt: Was tun, wenn der selbstgemachte Unsinn ein Eigenleben entwickelt?
Statt ehrfürchtiger Balladenstimmung herrscht in dieser Inszenierung energiegeladene Spielfreude. Zu Beginn erleben die Zuschauenden die Zauberlehrlinge bei ihrem Zaubertraining. Leider gelingt die Zauberei noch nicht so richtig. Aber dann bemerken sie, dass der Zaubermeister nicht da ist. Jetzt versuchen sie es noch einmal mit vereinten Kräften, und es gelingt: Mit einem Knall wird der Besen lebendig und beginnt roboterartig über die Bühne zu flitzen und immer mehr Wasser für ein Bad herbeizuschaffen. Die Zauberlehrlinge haben aber vergessen, wie sich der Zauber wieder rückgängig machen lässt. Also versuchen sie es mit Gewalt. Sie zerschlagen den Besen, es gibt einen noch viel größeren Knall aus einer Konfettikanone und als das Publikum wieder freie Sicht auf die Bühne hat, werden dort gleich viele Besen lebendig und beginnen noch mehr Wasser herbeizuschaffen. Die Servicehotline des Hexenmeisters hilft der Auszubildenden für das Zauberwesen auch nicht weiter, im Gegenteil, die Besen werden misstrauisch und bedrohen nun die Zauberin und auch das Publikum mit Wasserpistolen.
Im Gegensatz zu Goethes Version wird in dieser Interpretation der Konflikt aber nicht durch den Zaubermeister gelöst, sondern dadurch, dass der Zauberlehrling sich mit dem Besen anfreundet. Manchmal muss man eben mit den Problemen, die man in die Welt setzt, leben. Und wenn man sich mit ihnen anfreundet, können sie sich als echte Bereicherung erweisen. Am Ende rappen Zauberlehrling und Besen gemeinsam: „Alle drehn sich im Kreis, aber wir sind der Strudel, alle lassen sich treiben, aber wir sind die Strömung.“ Der Zauber besteht darin, dass das, was man in Gang setzt, immer die Chance bietet, neue Freundschaften und eine neue Welt zu erschließen.


Text und Foto: Olaf Mönch

Die Ernst-Göbel-Schule vereint als kooperative Gesamtschule mit Oberstufe verschiedene Bildungsgänge unter einem Dach: Gymnasium, Realschule, Hauptschule sowie die Förderschule. Die Schülerinnen und Schüler lernen in ihren jeweiligen Schulzweigen und profitieren zugleich von den vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten unserer gemeinsamen Schulgemeinschaft.
Seit dem Schuljahr 2026/27 ergänzt die Digitale Drehtür dieses Konzept in besonderer Weise. Als bundesweites, länderübergreifendes Lernangebot stellt sie digitales Lernen in den Mittelpunkt. Sie ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, ihren individuellen Interessen nachzugehen und ihre Stärken gezielt weiterzuentwickeln – unabhängig vom jeweiligen Bildungsgang. Die Lernenden können in der Digtialen Drehtür an Online-Kursen, Live-Kursen oder Projekten zu vielfältigen Themen arbeiten, etwa aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Gesellschaft, Sprachen oder Naturwissenschaften. Alle unsere Schülerinnen und Schüler erhalten hierzu Zugang zur Digitalen Drehtür und können diese jederzeit außerhalb der Unterrichtszeit von zu Hause aus nutzen.
Die Teilnahme während der Unterrichtszeit wird durch die Schule pädagogisch begleitet und sorgfältig in den individuellen Lernverlauf integriert. Dabei werden der aktuelle Lernstand sowie Leistungen des Lernenden und die Anforderungen des jeweiligen Bildungsgangs stets berücksichtigt. So kann zum Beispiel im Ganztag oder in Vertretungsstunden die Lernzeit auch in der Digitalen Drehtür verbracht werden.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler zeitweise den regulären Unterricht verlassen und „durch die Drehtür gehen“. Dabei gilt: Eine Teilnahme am Angebot der Digitalen Drehtür während der regulären Unterrichtszeit ist nur in ausgewählten und begründeten Fällen möglich. Sie setzt voraus, dass die individuellen Lernziele berücksichtigt werden und keine wesentlichen Unterrichtsinhalte versäumt werden. Ein genereller Anspruch auf Freistellung vom Unterricht besteht nicht.
Mit der Digitalen Drehtür stärken wir individuelles, eigenverantwortliches und zukunftsorientiertes Lernen an unserer Schule.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://digitale-drehtuer.de

 

Was machen Gynäkologen oder Urologen eigentlich und was bitte ist Endometriose? Diese und viele weitere Fragen wurden mit der Klasse 5Gc der Ernst-Göbel-Schule in Höchst auf spielerische und sehr unterhaltsame Weise erörtert. Die freiberuflich tätige, gebürtige Ober-Ramstädterin Janina Warnk motivierte in ihrem Workshop die Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Thema Menstruation auseinanderzusetzen, denn damit sei jeder Mensch konfrontiert, würde es ihn/sie selbst ja auch ohne die Menstruation der Frau gar nicht geben!
Die Klasse wurde motiviert, über natürliche Vorgänge wie Pubertät und Menstruation ins Gespräch zu kommen und lernte sicherlich nicht nur Interessantes über die natürlichen Vorgänge selbst, sondern auch darüber, dass fast jeder junge Mensch zunächst etwas gehemmt ist, über manche Themen mit anderen, selbst mit den eigenen Klassenkameraden, offen zu sprechen. Janina Warnk gelang es jedoch u.a. durch spielerische Formen wie ein Quiz oder unterhaltsame Gruppenratespiele, diese Hemmungen in der Klasse schnell abzubauen und sie schülergerecht zu informieren. Neben coolen Sprüchen und einem zum Thema passenden Outfit der Moderatorin trugen dazu auch die Schülergruppe ansprechenden Musikeinlagen sowie die Kenntnisse darüber, was Jugendliche in diesem Alter gern in ihrer Freizeit tun, bei. So entsprach der gelungene Workshop von Janina Warnk durchaus dem Anspruch der Kulturschule, auch naturwissenschaftliche Themen mit ästhetischen Zugängen und viel Bewegung zu bearbeiten!
 
Text und Foto: Kerstin Knapp

Landrat Matiaske bedankt sich für „spannendes und inspirierendes“ Kunstwerk

Im Rahmen der Praxistage nach den Osterferien haben drei Schülerinnen der E-Phase aus einem Kunst-Kurs der Höchster Ernst-Göbel-Schule (EGS) unter der Leitung von Oberstufenleiter Rüdiger Wehde ein modernes Gemälde gestaltet. In einer kleinen Feierstunde wurde das Gemälde jüngst Landrat Frank Matiaske im Haus der Energie in Erbach übergeben. Es wird an einem Ehrenplatz im meistbesuchten Raum der Abteilung die Wand schmücken und zu einer guten Raumatmosphäre beitragen.
 
Das besondere Gemälde wurde von den zukünftigen Kunst-Leistungskursteilnehmerinnen Jana Lautenschläger, Berin-Su Tunahan und Almira Yener gestaltet. Dabei wurden die Acrylfarben mit Malspachteln pastös auf eine hellgelb grundierte Leinwand im kubistisch-abstrakten Stil aufgetragen. Das Motiv soll an die Landschaft des Odenwalds am frühen Morgen erinnern, weshalb das Gemälde den Titel „Frühlingsnebel im Mümlingtal“ trägt.
 
Landrat Frank Matiaske zeigte sich sehr erfreut und beschrieb das Gemälde als „spannend und inspirierend“. Vor allem die Farben gefallen ihm gut. Er ist mit seiner Abteilung kürzlich in das Haus der Energie gezogen, wo ein flexibles Bürokonzept umgesetzt wurde. Umso wichtiger sei der Gemeinschaftsraum, in dem das Gemälde nun hängt.
 
Er beschrieb die Relevanz zeitgenössischer, im Odenwald ansässiger Künstlerinnen und Künstler wie Rebecca Horn und dankte den jungen Künstlerinnen für die Gestaltung des Gemäldes. Als Zeichen der Wertschätzung teilte er jedem ein kleines Präsent aus. Auch Sebastian Weyrauch, Leiter der Schulverwaltung, lobte neben weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Werk der Schülerinnen, die sich darüber freuten, dass ihr Gemälde auf positive Resonanz stieß.
 
Besonders interessant für die Schülerinnen war ein anschließender kleiner Rundgang durch die Abteilung. Die EGS wünscht dem Landrat ein gutes Arbeitsklima im neu gestalteten Gemeinschaftsraum und viel Freude an dem Kunstwerk.
 
EIN FOTO:
„Frühlingsnebel im Mümlingtal“: So heißt das Gemälde der Schülerinnen Berin-Su Tunahan, Almira Yener und Jana Lautenschläger (von links). Gemeinsam mit ihrem Kunst-Lehrer, Oberstufenleiter Rüdiger Wehde (rechts), haben sie es Landrat Frank Matiaske (zweiter von links) übergeben. Darüber freut sich auch der Leiter der Schulverwaltung, Sebastian Weyrauch. Das Kunstwerkt ziert nun einen Gemeinschaftsraum in den neuen Räumen der Abteilung des Landrats. Foto Anjali Friedrich/Ernst-Göbel-Schule

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