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Nachrichten

Am Pfingstwochenende war es nach langer Planung endlich so weit: Am Freitagabend reisten 16 Austauschschülerinnen und -schüler aus Montmélian gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Virginie Litaudon und Danielle Wache an. Aufgeregt und voller Vorfreude versammelten sich die deutschen Austauschpartnerinnen und -partner der Jahrgänge G7 und G8 von Frau Wöber und Frau Irrgang, unterstützt von Frau Busse, vor dem Bürgerzentrum. Nach einem ersten Kennenlernen ging es direkt in die Gastfamilien.
Das offizielle Programm im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Höchst und Montmélian begann am Samstag mit einer Schifffahrt auf dem Main ab Miltenberg sowie einem gemeinsamen Mittagessen. Anschließend freuten sich alle bei den sommerlichen Temperaturen auf einen Besuch im Höchster Freibad. Dort wurden bereits Pläne für den Abend geschmiedet: Viele Gastfamilien nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Grillen oder besuchten zusammen den Bienenmarkt.
Am Sonntag nahm die Gruppe zunächst an der Einweihung des Montmélianer Platzes teil. Danach begann das Programm an der EGS. Die französischen Gäste lernten die Schule bei einer kreativen Rallye kennen und hatten anschließend die besondere Möglichkeit, sich am Schulgebäude zu verewigen: Gemeinsam mit Frau Riehm gestaltete die Gruppe kreative Monsterfiguren, die nun das Gebäude der EGS schmücken.
Im weiteren Verlauf des Tages konnten die Schülerinnen und Schüler zwischen sportlichen Aktivitäten mit Herrn Trumpfheller sowie einem Kochprojekt mit Frau Knapp und Frau Geidel wählen. Alle hatten sichtlich Freude an den gemeinsamen Aktionen und am Austausch miteinander.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Buffet in der Mensa. Bei Getränken, Fingerfood und vielen Gesprächen ließ man die ereignisreichen Tage gemütlich ausklingen. Aus Fremden wurden Freunde. Als Erinnerung erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Schlüsselanhänger der EGS.
Viel zu schnell ging dieses aufregende Wochenende zu Ende und am Montagmorgen hieß es Abschied nehmen. Doch das Wiedersehen steht bereits fest: Im Oktober findet der Gegenbesuch in Montmélian statt.
Vive l’amitié franco-allemande – es lebe die deutsch-französische Freundschaft!

Text und Foto: Ilka Wöber

Eine Neuinterpretation des Zauberlehrlings durch die Theater AG der EGS

Die acht Spielerinnen der Theater AG der 6. Klasse der Ernst-Göbel-Schule Höchst haben mit einer gehörigen Portion Mut am Donnerstagabend Goethes „Zauberlehrling“ umgekrempelt. Herausgekommen ist eine spritzige, freche Neuinterpretation, die mit Wasserpistolen aufs Publikum und mit dem Stück auf ein zentrales gesellschaftliches Problem zielt: Was tun, wenn der selbstgemachte Unsinn ein Eigenleben entwickelt?
Statt ehrfürchtiger Balladenstimmung herrscht in dieser Inszenierung energiegeladene Spielfreude. Zu Beginn erleben die Zuschauenden die Zauberlehrlinge bei ihrem Zaubertraining. Leider gelingt die Zauberei noch nicht so richtig. Aber dann bemerken sie, dass der Zaubermeister nicht da ist. Jetzt versuchen sie es noch einmal mit vereinten Kräften, und es gelingt: Mit einem Knall wird der Besen lebendig und beginnt roboterartig über die Bühne zu flitzen und immer mehr Wasser für ein Bad herbeizuschaffen. Die Zauberlehrlinge haben aber vergessen, wie sich der Zauber wieder rückgängig machen lässt. Also versuchen sie es mit Gewalt. Sie zerschlagen den Besen, es gibt einen noch viel größeren Knall aus einer Konfettikanone und als das Publikum wieder freie Sicht auf die Bühne hat, werden dort gleich viele Besen lebendig und beginnen noch mehr Wasser herbeizuschaffen. Die Servicehotline des Hexenmeisters hilft der Auszubildenden für das Zauberwesen auch nicht weiter, im Gegenteil, die Besen werden misstrauisch und bedrohen nun die Zauberin und auch das Publikum mit Wasserpistolen.
Im Gegensatz zu Goethes Version wird in dieser Interpretation der Konflikt aber nicht durch den Zaubermeister gelöst, sondern dadurch, dass der Zauberlehrling sich mit dem Besen anfreundet. Manchmal muss man eben mit den Problemen, die man in die Welt setzt, leben. Und wenn man sich mit ihnen anfreundet, können sie sich als echte Bereicherung erweisen. Am Ende rappen Zauberlehrling und Besen gemeinsam: „Alle drehn sich im Kreis, aber wir sind der Strudel, alle lassen sich treiben, aber wir sind die Strömung.“ Der Zauber besteht darin, dass das, was man in Gang setzt, immer die Chance bietet, neue Freundschaften und eine neue Welt zu erschließen.


Text und Foto: Olaf Mönch

Die Ernst-Göbel-Schule vereint als kooperative Gesamtschule mit Oberstufe verschiedene Bildungsgänge unter einem Dach: Gymnasium, Realschule, Hauptschule sowie die Förderschule. Die Schülerinnen und Schüler lernen in ihren jeweiligen Schulzweigen und profitieren zugleich von den vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten unserer gemeinsamen Schulgemeinschaft.
Seit dem Schuljahr 2026/27 ergänzt die Digitale Drehtür dieses Konzept in besonderer Weise. Als bundesweites, länderübergreifendes Lernangebot stellt sie digitales Lernen in den Mittelpunkt. Sie ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, ihren individuellen Interessen nachzugehen und ihre Stärken gezielt weiterzuentwickeln – unabhängig vom jeweiligen Bildungsgang. Die Lernenden können in der Digtialen Drehtür an Online-Kursen, Live-Kursen oder Projekten zu vielfältigen Themen arbeiten, etwa aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Gesellschaft, Sprachen oder Naturwissenschaften. Alle unsere Schülerinnen und Schüler erhalten hierzu Zugang zur Digitalen Drehtür und können diese jederzeit außerhalb der Unterrichtszeit von zu Hause aus nutzen.
Die Teilnahme während der Unterrichtszeit wird durch die Schule pädagogisch begleitet und sorgfältig in den individuellen Lernverlauf integriert. Dabei werden der aktuelle Lernstand sowie Leistungen des Lernenden und die Anforderungen des jeweiligen Bildungsgangs stets berücksichtigt. So kann zum Beispiel im Ganztag oder in Vertretungsstunden die Lernzeit auch in der Digitalen Drehtür verbracht werden.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler zeitweise den regulären Unterricht verlassen und „durch die Drehtür gehen“. Dabei gilt: Eine Teilnahme am Angebot der Digitalen Drehtür während der regulären Unterrichtszeit ist nur in ausgewählten und begründeten Fällen möglich. Sie setzt voraus, dass die individuellen Lernziele berücksichtigt werden und keine wesentlichen Unterrichtsinhalte versäumt werden. Ein genereller Anspruch auf Freistellung vom Unterricht besteht nicht.
Mit der Digitalen Drehtür stärken wir individuelles, eigenverantwortliches und zukunftsorientiertes Lernen an unserer Schule.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://digitale-drehtuer.de

 

Was machen Gynäkologen oder Urologen eigentlich und was bitte ist Endometriose? Diese und viele weitere Fragen wurden mit der Klasse 5Gc der Ernst-Göbel-Schule in Höchst auf spielerische und sehr unterhaltsame Weise erörtert. Die freiberuflich tätige, gebürtige Ober-Ramstädterin Janina Warnk motivierte in ihrem Workshop die Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Thema Menstruation auseinanderzusetzen, denn damit sei jeder Mensch konfrontiert, würde es ihn/sie selbst ja auch ohne die Menstruation der Frau gar nicht geben!
Die Klasse wurde motiviert, über natürliche Vorgänge wie Pubertät und Menstruation ins Gespräch zu kommen und lernte sicherlich nicht nur Interessantes über die natürlichen Vorgänge selbst, sondern auch darüber, dass fast jeder junge Mensch zunächst etwas gehemmt ist, über manche Themen mit anderen, selbst mit den eigenen Klassenkameraden, offen zu sprechen. Janina Warnk gelang es jedoch u.a. durch spielerische Formen wie ein Quiz oder unterhaltsame Gruppenratespiele, diese Hemmungen in der Klasse schnell abzubauen und sie schülergerecht zu informieren. Neben coolen Sprüchen und einem zum Thema passenden Outfit der Moderatorin trugen dazu auch die Schülergruppe ansprechenden Musikeinlagen sowie die Kenntnisse darüber, was Jugendliche in diesem Alter gern in ihrer Freizeit tun, bei. So entsprach der gelungene Workshop von Janina Warnk durchaus dem Anspruch der Kulturschule, auch naturwissenschaftliche Themen mit ästhetischen Zugängen und viel Bewegung zu bearbeiten!
 
Text und Foto: Kerstin Knapp

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