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Kunst & Kultur

Es tut sich zurzeit viel bei den Musikerinnen und Musikern der Ernst-Göbel-Schule im Hirschbau: In den Sommerferien 2026, die übrigens für die Chöre keine waren, da der Probenbetrieb fortgesetzt wurde, bekam der Probenraum der Band MUSIX einen neuen Anstrich. Federführend verantwortlich war die ehemalige Lehrkraft der EGS und große Unterstützerin der Schulband MUSIX Mechthild Müller. Frau Müller wurde nach Absprache auf eigene Initiative hin tätig und strich gemeinsam mit ihrer Familie und einigen helfenden Händen die Räumlichkeiten neu und dekorierte nach einigen Reinigungsarbeiten den Raum abschließend. Sie ist eine große ehrenamtliche Unterstützerin der Schulband unter der Leitung von Alexander Link. Bereits an der Finanzierung der Band-T-Shirts war sie maßgeblich beteiligt und unterstützt die Band bei ihren Auftritten vor Ort nahezu immer. Ein großer Dank geht an alle an den Renovierungsarbeiten Beteiligten und den Hausmeister der EGS Thomas Klement für die tatkräftige Unterstützung.

So probt es sich doch viel leichter, denn das Herbstkonzert steht schon an: Am Donnerstag, dem 24. September, ist es so weit. In der Katholischen Kirche Christkönig in Höchst musizieren ab 19 Uhr die bekannten Gruppen Coro Belcanto Höchst im Odenwald, Boyzonly, MUSIX, der Saxophonist Adrian Geist und der Gitarrist Nelio Buder herbstliche Klänge. Gleichzeitig ist dieses Konzert sozusagen die „Generalprobe“ für eine Reise, die an sich schon eine Auszeichnung ist: Coro Belcanto und Boyzonly wurden zu einem exklusiven internationalen Chorwettbewerb nach Barcelona eingeladen. Unter dem Motto „Europa, deine Lieder“ stellen sich ausgesuchte Ensembles einer internationalen Jury. Da ist es kein Wunder, dass die Sommerferien dieses Jahr ausgefallen sind und man kurzerhand weitergeprobt hat. Es ergeht herzliche Einladung, die Stücke schon bei diesem Konzert anzuhören. Der Eintritt ist wie immer frei, doch gerade im Hinblick auf die Kosten für eine solche Reise freuen sich die Beteiligten über großzügige Spenden! Die SV der Schule wartet mit kleinen Speisen und Getränken auf. 

Text: Alexander Link, Anjali Friedrich

Eine Neuinterpretation des Zauberlehrlings durch die Theater AG der EGS

Die acht Spielerinnen der Theater AG der 6. Klasse der Ernst-Göbel-Schule Höchst haben mit einer gehörigen Portion Mut am Donnerstagabend Goethes „Zauberlehrling“ umgekrempelt. Herausgekommen ist eine spritzige, freche Neuinterpretation, die mit Wasserpistolen aufs Publikum und mit dem Stück auf ein zentrales gesellschaftliches Problem zielt: Was tun, wenn der selbstgemachte Unsinn ein Eigenleben entwickelt?
Statt ehrfürchtiger Balladenstimmung herrscht in dieser Inszenierung energiegeladene Spielfreude. Zu Beginn erleben die Zuschauenden die Zauberlehrlinge bei ihrem Zaubertraining. Leider gelingt die Zauberei noch nicht so richtig. Aber dann bemerken sie, dass der Zaubermeister nicht da ist. Jetzt versuchen sie es noch einmal mit vereinten Kräften, und es gelingt: Mit einem Knall wird der Besen lebendig und beginnt roboterartig über die Bühne zu flitzen und immer mehr Wasser für ein Bad herbeizuschaffen. Die Zauberlehrlinge haben aber vergessen, wie sich der Zauber wieder rückgängig machen lässt. Also versuchen sie es mit Gewalt. Sie zerschlagen den Besen, es gibt einen noch viel größeren Knall aus einer Konfettikanone und als das Publikum wieder freie Sicht auf die Bühne hat, werden dort gleich viele Besen lebendig und beginnen noch mehr Wasser herbeizuschaffen. Die Servicehotline des Hexenmeisters hilft der Auszubildenden für das Zauberwesen auch nicht weiter, im Gegenteil, die Besen werden misstrauisch und bedrohen nun die Zauberin und auch das Publikum mit Wasserpistolen.
Im Gegensatz zu Goethes Version wird in dieser Interpretation der Konflikt aber nicht durch den Zaubermeister gelöst, sondern dadurch, dass der Zauberlehrling sich mit dem Besen anfreundet. Manchmal muss man eben mit den Problemen, die man in die Welt setzt, leben. Und wenn man sich mit ihnen anfreundet, können sie sich als echte Bereicherung erweisen. Am Ende rappen Zauberlehrling und Besen gemeinsam: „Alle drehn sich im Kreis, aber wir sind der Strudel, alle lassen sich treiben, aber wir sind die Strömung.“ Der Zauber besteht darin, dass das, was man in Gang setzt, immer die Chance bietet, neue Freundschaften und eine neue Welt zu erschließen.


Text und Foto: Olaf Mönch

Landrat Matiaske bedankt sich für „spannendes und inspirierendes“ Kunstwerk

Im Rahmen der Praxistage nach den Osterferien haben drei Schülerinnen der E-Phase aus einem Kunst-Kurs der Höchster Ernst-Göbel-Schule (EGS) unter der Leitung von Oberstufenleiter Rüdiger Wehde ein modernes Gemälde gestaltet. In einer kleinen Feierstunde wurde das Gemälde jüngst Landrat Frank Matiaske im Haus der Energie in Erbach übergeben. Es wird an einem Ehrenplatz im meistbesuchten Raum der Abteilung die Wand schmücken und zu einer guten Raumatmosphäre beitragen.
 
Das besondere Gemälde wurde von den zukünftigen Kunst-Leistungskursteilnehmerinnen Jana Lautenschläger, Berin-Su Tunahan und Almira Yener gestaltet. Dabei wurden die Acrylfarben mit Malspachteln pastös auf eine hellgelb grundierte Leinwand im kubistisch-abstrakten Stil aufgetragen. Das Motiv soll an die Landschaft des Odenwalds am frühen Morgen erinnern, weshalb das Gemälde den Titel „Frühlingsnebel im Mümlingtal“ trägt.
 
Landrat Frank Matiaske zeigte sich sehr erfreut und beschrieb das Gemälde als „spannend und inspirierend“. Vor allem die Farben gefallen ihm gut. Er ist mit seiner Abteilung kürzlich in das Haus der Energie gezogen, wo ein flexibles Bürokonzept umgesetzt wurde. Umso wichtiger sei der Gemeinschaftsraum, in dem das Gemälde nun hängt.
 
Er beschrieb die Relevanz zeitgenössischer, im Odenwald ansässiger Künstlerinnen und Künstler wie Rebecca Horn und dankte den jungen Künstlerinnen für die Gestaltung des Gemäldes. Als Zeichen der Wertschätzung teilte er jedem ein kleines Präsent aus. Auch Sebastian Weyrauch, Leiter der Schulverwaltung, lobte neben weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Werk der Schülerinnen, die sich darüber freuten, dass ihr Gemälde auf positive Resonanz stieß.
 
Besonders interessant für die Schülerinnen war ein anschließender kleiner Rundgang durch die Abteilung. Die EGS wünscht dem Landrat ein gutes Arbeitsklima im neu gestalteten Gemeinschaftsraum und viel Freude an dem Kunstwerk.
 
EIN FOTO:
„Frühlingsnebel im Mümlingtal“: So heißt das Gemälde der Schülerinnen Berin-Su Tunahan, Almira Yener und Jana Lautenschläger (von links). Gemeinsam mit ihrem Kunst-Lehrer, Oberstufenleiter Rüdiger Wehde (rechts), haben sie es Landrat Frank Matiaske (zweiter von links) übergeben. Darüber freut sich auch der Leiter der Schulverwaltung, Sebastian Weyrauch. Das Kunstwerkt ziert nun einen Gemeinschaftsraum in den neuen Räumen der Abteilung des Landrats. Foto Anjali Friedrich/Ernst-Göbel-Schule

Am 16. April 2026 fand in diesem Jahr wieder der Kulturabend an der Ernst-Göbel-Schule statt. Dabei öffnete die EGS ihre Pforten allen Interessierten, die sich die Ergebnisse aus dem Unterricht und den Praxistagen der E-Phase sowie Q-Phase anschauen wollten. Eröffnet wurde der Abend vom stellvertretenden Schulleiter Tobias Benz, der sich auf die Vielfalt des kulturellen Angebots freute. Eine besondere Begrüßung wurde Regine Riehm zuteil, die durch ihre engagierte Mitarbeit im Kulturbeirat und ihre stets kreativen Ideen und Projekte maßgeblich zur Gestaltung des Abends beitrug.
Frau Schnauber begrüßte das Publikum im Anschluss stellvertretend für den Kulturbeirat der EGS, der sich aus Lehrkräften, Eltern und Schülern zusammensetzt, und hob dabei unter anderem die Bedeutung von an der Schule gelebter Partizipation aller an Schule Beteiligten hervor.
Organisiert wurde der sehr gut besuchte Abend von Fachbereichsleitung Kerstin Knapp und dem Kulturschulbeauftragten Matthias Trumpfheller, die sich darüber freuten, dass Ruth Kockelmann, die Fachberaterin für kulturelle Bildung in Südhessen, ihrer Einladung zum Kulturabend an der EGS gefolgt war.
Dauerausstellungen waren von verschiedensten Klassen zu unterschiedlichen Themen zu bewundern. So zeigte die HR6b aus dem Kunstunterricht bei Frau Schmucker plastisches Gestalten von Tierfiguren. Hier waren Katzen und Pinguine aus Pappmaché zu bestaunen. Frau Glaschke stellte mit der HR5b Haustier-Steckbriefe und nähere Informationen dazu sowie Plakate der H7a zu den Themen Suchtauslöser Energy Drink und Vape aus dem Biologieunterricht aus. Während sich zwei E-Phasen-Kurse von Frau Spengler und Frau Bassenauer mit Siebdruck beschäftigten und dabei eigene Motive nach Interessen wählen konnten, erfand und baute der Kurs von Frau Riehm Schulwaldwesen, die beim Apfelblütenfest im Umzug mitlaufen werden und auf das neue Schulwaldprojekt aufmerksam machen sollen. Der Leistungskurs aus der Q2 beschäftigte sich mit Malerei und die G9a stellte ihre Lampen aus dem Kunstunterricht bei Herrn Wehde aus. Diese wurden aus Gips gefertigt. Auch hier wurden ganz unterschiedliche Formen modelliert. Die G10a stellte mit Frau J. Weber aus dem Biologieunterricht die Ergebnisse zum Thema Biologie, Ästhetik zwischen Zelle und Zeile aus, wobei sie zu jedem selbst gestalteten Bild der DNA ein Gedicht anfertigten und vertonten. Die Abschlussklassen der H9 und G10 sorgten für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher und Herr Fey stellte die Bikeschool vor und bot einen kleinen Parcours, um sich auszuprobieren.
Parallel dazu fanden Theateraufführungen statt, die unter anderem an den Praxistagen erarbeitet wurden. So zeigte der Kurs aus der E-Phase von Frau Aksit sein Theaterstück mit dem Titel „X“, die unbekannte Variable, die das Gefühl der Angst schürt, und der WPU-Kurs Theater 9/10 von Herrn Trumpfheller inszenierte „Snow – sehr frei nach Schneewittchen“. Die Q2-Kurse des Darstellenden Spiels von Herrn Mönch boten durch ihre modernen Inszenierungen beispielsweise Einblicke in Kafkas „Der Nachbar“ und Sophokles’ „Elektra“ und der Kurs von Herrn Trumpfheller führte das Stück „Brüche“ auf.
Insgesamt zeigte die Ernst-Göbel-Schule ihre Vielfalt und Kreativität und konnte viele Besucherinnen und Besucher durch besondere Projekte und individuelle Gestaltungen beeindrucken.
 
Text: Anjali Friedrich
Foto: Regine Riehm
Text zum Foto: Mystische Waldwesen wurden durch die E-Phase gestaltet.

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