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Kategorie: Nachrichten

Am 20. Juni 2026 fand in der Heinrich-Böhm-Halle in Breuberg Sandbach die diesjährige Abiturfeier mit Verleihung der Abiturzeugnisse der Ernst-Göbel-Schule statt. Nach einem kurzen Videoausschnitt des Abiturjahrgangs und dem feierlichen Einlauf der 106 Abiturientinnen und Abiturienten übergaben die Moderatoren Hanna Sickinger und Leon Hinkel an Schulleiterin Marion Braun. Frau Braun begrüßte alle Anwesenden herzlich und gratulierte allen Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur. Sie begrüßte neben den Abiturientinnen und Abiturienten auch die Vertreterin der Stadt Breuberg Ute Kowarschik und Bürgermeister Schindler von Lützelbach. Frau Braun dankte allen Unterstützern der Kinder, den Lehrkräften, insbesondere den Tutoren Herrn Kohl, Herrn Kreh, Herrn Karg, Frau Altenhöfer, Frau Michlik und Frau Salyova, sowie Studienleiter Rüdiger Wehde. Dieser setze sich immer für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein und führe sie dadurch maßgeblich mit zum Abschluss. Frau Braun beschrieb die Relevanz der Offenheit, Lernbereitschaft und Veränderungsbereitschaft für den neuen bevorstehenden Lebensabschnitt, der sowohl als Herausforderung als auch Chance wahrgenommen werden kann. Die Pläne seien dabei nicht entscheidend, sondern gutes Urteilsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Orientierung. Die Abiturientinnen und Abiturienten sollten ihre Bildung als Kompass und Orientierung nutzen, um diese Kompetenzen zu stärken. Sie rief dazu auf, die Welt etwas besser zurückzulassen, als man sie vorfand und mit Respekt, Vielfalt und Toleranz Verantwortung für das Handeln zu übernehmen und wünschte dem gesamten Jahrgang abschließend alles Gute.
Ute Kowarschik, Stadträtin der Stadt Breuberg, vertrat die Breuberger Bürgermeisterin Deirdre Heckler und gratulierte ebenfalls herzlich zum Abitur. Sie wünschte allen viel Mut, Neugier und Zuversicht für den neuen Lebensabschnitt und hofft, dass alle ihre Zukunft aktiv mitgestalten. Abschließend richtete sie sowohl von Breuberg, als auch von Bürgermeister Jens Fröhlich (Höchst) und Tassilo Schindler (Lützelbach) Grüße aus.
Im Anschluss wurden die Abiturienten mit dem besten Abiturdurchschnitt geehrt. Zwei Abiturienten und eine Abiturientin wurden deshalb für die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen. Alle drei Zeugnisse liegen weit unter einem Schnitt von 1,0. Das beste Zeugnis wies einen Schnitt von 0,739 auf. Die Nachkommastellen entsprechen den letzten drei Zahlen der Höchster Postleitzahl, wie der Abiturient feststellte.
Auch Herr Wehde ließ es sich dieses Jahr nicht nehmen, eine Rede zu Ehren des Abiturjahrgangs zu halten und führte verschiedene statistische Daten zu den anwesenden Eltern, Kindern und deren Investitionen aus. Dabei stellte er am Ende fest, dass die beste Investition der Eltern die Kinder seien und erklärte seine Theorie mit dem chemischen Maß der Entropie, dem Maß der Unordnung, denn der Sinn des Lebens bestehe in Investition und Verbrauch, wobei man stets kritisch, nett und humorvoll bleiben sollte.
Für musikalische Abwechslung sorgte Tobias Körbel, der mehrfach mit seiner Gitarre auftrat und das Publikum trotz der Hitze begeisterte.
Nacheinander wurden dann die Zeugnisse der fünf Tutorien verliehen und es gab auch dieses Jahr wieder mehrere Preise aus den Fächern Politik und Wirtschaft, Ethik, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Englisch, Deutsch und Darstellendes Spiel.

Der Durchschnitt des Abiturs in Höchst liegt dieses Jahr bei 2,3 und von den 106 Abiturientinnen und Abiturienten haben 35 eine Eins vor dem Komma und 55 eine Zwei. Ein besonderer Auftritt gelang dem Männerballett, bestehend aus Lehrern und Schülern des Abiturjahrgangs, das mit seiner Darbietung das Publikum belustigte.
Den zweiten Teil der Veranstaltung moderierten Mara Körbel und Gianna Burkhardt. Moritz Fischer, amtierender Schulsprecher der EGS erhielt neben zahlreichen anderen Ehrungen den Sozialpreis. Schulleiterin Marion Braun hob sein großes und stetiges Engagement für die Schulgemeinde heraus, das die Schulentwicklung nachhaltig prägte. Emotional wurde es besonders bei der Rede von Lehrer Dragi Vrancic, der einen Teil des Abiturjahrgangs von der fünften Klasse an begleiten durfte. Er beschrieb, wie er die Kinder in der fünften Klasse wahrnahm, wie er ihren Lebensweg begleitete und feststellte, dass sie enorm schnell gewachsen seien. Auch er wünschte ihnen Mut, Zuversicht und Vertrauen in sich selbst und betonte, dass jeder einzigartig und bunt sei und er hofft, dass sie das Leben besser, schöner und menschlicher machen werden. Abschließend stellte er fest: „Ihr wart, ihr seid, ihr bleibt für mich: meine Kinder.“
Neben den Tutoren, die selbst eine kleine Showeinlage für ihre Schülerinnen und Schüler einstudiert hatten, kamen zum Schluss auch noch einmal die Schülerinnen und Schüler selbst zu Wort. Moritz Fischer und Chantal Marques da Costa bedankten sich stellvertretend für den Abiturjahrgang bei allen Anwesenden für die tatkräftige Unterstützung und ließen ihre Schulzeit Revue passieren, darunter Klassenfahrten, die Corona-Zeit, Maskenpflicht an Schulen, die KS-Partys, die Studienfahrt und das Abitur. Sie bedankten sich für die Unterstützung und wünschten sich Mut für eigene Entscheidungen, stolz auf die eigenen Leistungen zu sein und den eigenen Weg zu gehen.
Die Ernst-Göbel-Schule freut sich, wieder einen Jahrgang von Abiturientinnen und Abiturienten zu entlassen, und wünscht allen auf ihrem zukünftigen Lebensweg alles Gute.
 
Text und Foto: Anjali Friedrich
Text zum Foto: Jubelnde Abiturientinnen und Abiturienten 2026