Der sechste Jahrgang der Ernst-Göbel-Schule in Höchst i. Odw. freute sich am 03.02.2026 über den Besuch von Lijana Kaggwa, einer ehemaligen Finalistin bei Germany’s Next Topmodel, die sich inzwischen mit ihrem Verein Love Always Wins präventiv gegen Hass, Gewalt und Feindseligkeit für Liebe, Respekt und Menschlichkeit einsetzt. Dabei war die EGS die siebte von insgesamt neun Schulen des Odenwaldkreises, die sie besucht. Schulleiterin Marion Braun eröffnete die Veranstaltung und begrüßte zahlreiche Gäste. So waren unter anderem Vertreter der Polizeidirektion Odenwald, Elternvertreter, die Schulsozialarbeit, die Schulgesundheitsfachkraft, Vertreter des Schutzteams und des Medienschutzes der EGS, der stellvertretende Schulleiter Herr Benz, die Schulpsychologin Frau Laux, Herr Rathje vom „Netzwerk gegen Gewalt“ sowie Frau Ruppert und Frau Kelbert-Gerbig der Sparkasse anwesend. Besonderer Dank ging an die Sparkassenstiftung, die diese Veranstaltung durch Finanzierung ermöglichte. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Hanna Sickinger und Leon Hinkel aus der Q4.
Lijana Kaggwa erzählte während der knapp zweistündigen Veranstaltung von ihren eigenen Erfahrungen mit Cybermobbing, zeigte einen Zusammenschnitt ihrer Teilnahme bei GNTM, die sie freiwillig im Finale beendete, erklärte, wie Geschichten zusammengeschnitten worden seien, die es so nie gegeben habe, und las dazu einige ihrer Erlebnisse aus ihrem Buch „Du verdienst den Tod“ vor.
Sie beschrieb aus persönlicher Erfahrung heraus, welche fatalen Auswirkungen Cybermobbing auf das Opfer haben kann und wie sie selbst damit lernte umzugehen. Dabei legte sie großen Wert darauf, die Kinder des Jahrgangs dort abzuholen, wo sie stehen, und ihren Vortrag interaktiv zu gestalten, indem sie mehrere Abfragen zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler durchführte. Besonders hervorgehoben wurde die Relevanz eines Hilfesystems, für das sich auch die Schutzfrauen vor Ort, Frau Oberle und Frau Rüddenklau der Polizei, aussprachen. Dabei machten sie deutlich, dass jede Beleidigung im Netz ebenso eine Straftat darstelle und als solche geahndet würde.
Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertretern der EGS sowie Frau Laux, der Polizei und Herrn Rathje statt. Dabei wurden die Fragen des sechsten Jahrgangs in die Runde gestellt und sowohl von rechtlicher als auch schulischer Seite bestmöglich beantwortet.
Die Botschaft, wie Frau Kaggwa am Ende der Veranstaltung zusammenfasste, bestehe darin, sich „auf positive Dinge zu konzentrieren“ und die Vielfalt zu akzeptieren. Andere Meinungen sollten toleriert werden.
Abschließend bot sich die Gelegenheit für alle Teilnehmenden, Autogramme von Frau Kaggwa zu erhalten, mit ihr ein Foto zu schießen und eine „Compliment Card“ sowie eine Motivationskarte mitzunehmen.
Als kooperative Gesamtschule freute sich die Ernst-Göbel-Schule als vielfältiges, buntes und heterogenes Lernumfeld über den präventiven Einsatz von Frau Kaggwa gegen Hass und Cybermobbing und möchte damit ein klares Statement setzen.
Text zum Foto: Lijana Kaggwa spricht vor dem sechsten Jahrgang der Ernst-Göbel-Schule.
Text und Foto: Anjali Friedrich