Regional, saisonal und gesundheitsbewusst- das waren die Vorgaben für den Kochwettbewerb, der im Rahmen der Frühjahrsmesse in Stuttgart vom 26. bis 28. April stattfand. Dazu aufgerufen hatten das baden-württembergische Kultusministerium, die AOK Baden-Württemberg sowie „Slow-Food-Deutschland“ e.V. Der Verein „Slow Food Deutschland e.V.“ ist eine international tätige Convenience, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, dem immer stärker um sich greifenden Fast-Food-Boom etwas entgegenzusetzen. Eine ganze Messehalle wurde mit Ausstellern bestückt, die auf regionale Produkte setzen, auf Qualität statt Quantität und auf echten Genuss.

Dies sind eigentlich genau die Kriterien, die Kochlehrer Alexander Link mit seinen Schülerinnen und Schülern in der Schulküche der EGS verfolgt. So war ziemlich schnell klar: An diesem Wettbewerb wollte man teilnehmen und zeigen, dass auch Jugendliche bereits auf sehr hohem Niveau kochen können und sich nicht nur ins nächste Fast-Food-Restaurant begeben, um dort mit Burger und Pommes glücklich zu werden. Im Vorfeld galt es nun, ein geeignetes Rezept zu kreieren, das oben genannten Kriterien entsprechen würde. So setzte sich Link mit den besten Schülern seiner Schulküche zusammen und besprach das weitere Vorgehen: Luca Koob und Christopher Wolff aus der 9. Realschulklasse sowie Zoé Pitz aus der 9. Gymnasialstufe entwarfen nun den Menüplan: Inspiriert von der Patisserie, einer Spezialdisziplin von Zoé, wollte man die Odenwälder Bratwurst neu erfinden: Zu Pralinen geformt, mit Odenwälder Schinken ummantelt, kamen sie zuerst in die Pfanne, dann in den Ofen. Natürlich stammten alle diese Produkte von einem Odenwälder Metzger. Diese Bratwurstpralinen fanden dann ihren „Liegeplatz“ auf einem Linsen-Gemüsebett, flankiert von einer selbst gemachten Senf-Vinaigrette. Mehrere Wochen ließen sich Zoé, Christopher und Luca Zeit zum Üben, immer wieder berieten sie, fügten etwas hinzu, ließen Dinge weg und besprachen das Anrichten. Schließlich isst das Auge mit und auch diese Kategorie spielte eine Rolle bei der Preisvergabe. Letzte Handgriffe und Änderungen passierten dann tatsächlich ohne Lehrer, denn die drei Schülerinnen und Schüler trafen sich doch während der Osterferien und tüftelten weiter an ihrem Rezept.

Groß war die Freude, als die Nachricht kam, dass man eins von insgesamt 19 Teams war, die in Stuttgart antreten und ihr Rezept im Rahmen einer Kochshow präsentieren durften. Am Freitag, dem 26. April war es dann so weit: Pünktlich um 15.30 Uhr standen die Jungköche in der Showküche und hatten genau 45 Minuten Zeit, ihr Gericht zu präsentieren, zu kochen und den Juryteller zu überreichen. Die Jury, bestehend aus Vertretern des Kultusministeriums, dem Chef der baden-württembergischen Kochinnung, Vertretern der AOK sowie der „Slow Food Deutschland e.V.“, verkostete nun das Odenwälder Produkt. Gespannt wartete man nun auf das Ergebnis und sah dann nur noch glückliche Gesichter: Goldmedaille für Luca, Zoé und Christopher! Der Moderator sorgte noch für den Lacher des Tages: Der Ort heißt nicht nur „Höchst“, sondern er steht für „höchstes Kochniveau!“

Natürlich war auch der Kochlehrer mächtig stolz auf seine Sou-Chefs! Diesen Titel haben die Drei nämlich in der Kochschule der EGS, sind sie doch nicht nur in ihrem eigenen Kochunterricht zu Gange, sondern helfen auch bei anderen Kursen kräftig mit, speziell bei den unteren Jahrgängen, wo Link für jede helfende Hand dankbar ist. Das Rezept ist auf der Homepage der Kochschule zu finden: www.cookforlife.de

Ein großes Lob verdient aber auch Alexander Link, der mit großem Engagement die Schulküche auf ein ganz neues Niveau geführt hat. So kann man auch in Zukunft der Ernst-Göbel-Schule nur eines wünschen: Guten Appetit!

Über die Goldmedaille freuen sich (von Links): Luca Koob, Zoe Pitz, Alexander Link, Christopher Wolff.

Artikel: Alexander Link und Thomas Raupach

Foto: Thomas Raupach

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