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Hallo, mein Name ist Johanna Fischer und ich gehe in die 10. Klasse des Gymnasiums der EGS Höchst.

Im Winter 2019 machte mich meine Französischlehrerin auf das Brigitte-Sauzay-Programm aufmerksam, bei dem man für drei Monate nach Frankreich in eine Austauschfamilie geht und dort auch die Schule besucht. Das hörte sich sehr spannend an und ich machte mich auf der genannten Seite des DFJW (Deutsch-Französisches-Jugendwerk) auf die Suche nach einer Austauschpartnerin. Dies gestaltete sich als sehr einfach heraus, denn als ich selbst eine Anzeige schrieb, meldeten sich ungefähr 14 Interessenten. So konnte ich mir die Person aussuchen, die für mich sehr freundlich und sympathisch klang. Außerdem hatte Camille auch Pferde und einen kleinen Bruder, genau wie ich. Wir schrieben viel und es passte sehr gut zwischen uns, also machten wir zwei Termine aus, an denen unser Austausch stattfinden sollte. Die Formulare, die man ebenfalls auf dieser Seite sehr leicht finden kann, füllten wir aus und ließen sie von unseren Schulen unterschreiben. Anfang August bis Mitte November 2020 kam Camille zu uns nach Deutschland. Wir verstanden uns sehr gut und so stand meinem Gegenaustausch im Januar 2021 nichts mehr im Weg. Mit viel Gepäck brachten mich meine Eltern nach Frankreich. Ein bisschen komisch war mir schon zumute, als sie ohne mich fuhren, aber ich freute mich sehr auf diese vielen neuen Erfahrungen. Am Anfang war es schwer für mich, die Sprache zu verstehen, da durch die Homeschoolingzeit das Sprechen der Fremdsprachen ein bisschen verloren gegangen ist. Aber mit jedem Tag verbesserte sich das und ich begann mehr zu sprechen. Ich erlebte sehr viel und lernte die Schule in Frankreich kennen. Sehr anstrengend sind die langen Schultage, die teilweise bis 18 Uhr gehen. Ich werde mich nicht mehr über den Unterricht in Deutschland bis 15 Uhr beschweren. Sehr spannend fand ich auch den Deutschunterricht, denn meine Austauschschülerin macht Abibac, also Deutsch-Französisches-Abitur, bei dem sie ein sehr hohes Deutschniveau in der Klasse haben. Auch im Geschichtsunterricht, der auf Deutsch stattfindet, wird die deutsche Geschichte gleichermaßen wie die Französische behandelt. In den zwei Wochen Winterferien waren wir eine Woche in der Bretagne bei Camilles Oma in der Nähe von Rennes. Einen Zwischenstopp auf der Hinfahrt machten wir in Paris, um ein Picknick am Eifelturm zu machen. Wir sind oft zum Meer gefahren und haben viele Muscheln gesammelt. Auf der Heimfahrt waren wir noch in Versailles, im großen Garten des Versailler Schlosses und haben gepicknickt. Meinen Geburtstag feierten wir mit ihren Freunden, die sehr schnell auch zu meinen wurden. Wir konnten viel unternehmen, trotz Corona. Mit der Zeit wurde auch mein Französisch immer besser und ich dachte nach wenigen Wochen auf der anderen Sprache. Auch wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden telefonierte, sprach ich manchmal auf Französisch. Ich verstand mich auch mit ihrer Familie sehr gut und alle waren sehr freundlich zu mir, sodass ich mich sehr wohl fühlte. Am Ende dieser drei Monate, als die Abreise anstand, war ich zum einen froh, meine Familie und Freunde hier in Deutschland wiederzusehen, aber auch traurig, aus Frankreich zu gehen.

Ich habe in dieser Zeit sehr viele neue und gute Erfahrungen gemacht, die mir keiner mehr nehmen kann. Zwischen mir und Camille entstand eine tolle Freundschaft, die auf jeden Fall weiter bestehen bleibt, denn wenn alles funktioniert wie geplant, wird sie und ein paar Freunde uns in den Sommerferien für ein paar Tage besuchen. Auf das Wiedersehen freue ich mich schon sehr.

Ich kann einen solchen Austausch wirklich jedem empfehlen, der ein bisschen Spaß an der Französischen Sprache hat. Man lernt nicht nur die Sprache sehr gut, sondern auch die Kultur und das Leben. Ich finde es schade, dass dieses Programm und auch die anderen Angebote des DFJW in Deutschland nicht sehr bekannt sind. Über dieses Werk kann man zum Beispiel auch eine Brieffreundschaft aufbauen, wenn man nicht unbedingt einen Austausch machen möchte. Auch durch das Schreiben lernt man eine Sprache besser und viele neue Wörter.

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