Die Zeitzeugin Henriette Kretz aus Antwerpen (Belgien) besuchte am Freitag, dem 23.3.2018, die Ernst-Göbel-Schule. 50 Schülerinnen und Schülern der 10. Realschulklassen hörten drei Schulstunden interessiert, aufmerksam und tief bewegt zu.

Sie stellten ihr viele persönliche Fragen, die sie geduldig beantwortete. Die Schülerinnen und Schüler wollten Frau Kretz nicht gehen lassen und schossen ein Gruppenfoto, um ein Erinnerungsbild mitzunehmen. „Was damals passiert ist, darf nie wieder geschehen“, waren sich die Jugendlichen einig.

Studiendirektorin Kerstin Knapp organsierte die Veranstaltung für die EGS. Mehrere Gymnasialklassen besuchten bereits am Mittwoch mit Frau Schuster das Zeitzeugenprojekt im Kloster Höchst. Sie komme nicht wegen der Vergangenheit in die Schulen, sondern um für die Erhaltung der Demokratie und der Menschenrechte in der Zukunft Sorge zu tragen und davor zu warnen, Menschen wegen ihrer Herkunft oder Religion zu verfolgen, begann Frau Kretz ihren Vortrag.

 

Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanislawow (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren. Der Vater war Arzt, die Mutter Anwältin. Ihre Familie musste vor den Deutschen fliehen. Die Flucht brachte sie in die vermeintlich sichere, damals ostpolnische Stadt Lemberg, die sowjetisch besetzt war. Doch im Sommer 1941 marschierten die Deutschen auch in Lemberg ein. Die Familie kommt ins Ghetto, kauft sich mit viel Geld wieder frei und versteckt sich einen ganzen Winter in einem stockfinsteren Kohlenkeller. Trotzdem spüren die Deutschen die Familie auf. Sie erschießen Henriettes Eltern vor ihren Augen. Das Mädchen findet schließlich Zuflucht bei einer Nonne, die ihr das Überleben ermöglicht.

Nach dem Krieg kam Henriette Kretz auf Umwegen nach Antwerpen. Sie studierte Kunstgeschichte, wurde Lehrerin für Französische und Kunst, verbrachte 13 Jahre in Israel und lebte seit 1969 wieder in Belgien. Frau Kretz ist verheiratet, hat zwei Söhne und drei Enkel. Sie ist Mitglied des polnischen Vereins „Kinder des Holocaust“, dem Juden angehören, die als Kinder den NS-Terror meist in Verstecken überlebt haben.

 

Biografischer Hinweis: „Willst Du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoah.“ Erschienen im Hille-Verlag, Chemnitz, 2013. ISBN 978-3939025382

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